Über das Gebiet Uljanowsk

Zur Geschichte des Gebiets Simbirsk-Uljanowsk

Die urkundliche Geschichte des Gebiets beginnt im VIII. Jh. mit der Niederlassung der bulgarischen Stämme, die aus den Asowsteppen während der Großen Völkerwanderung hierher kamen. Im X. Jh. gründen sie auf dem Territorium zwischen der Mittelwolga und Unterkama den mächtigen frühfeudalen Staat Wolgabulgarien.

Seit dem XIV. Jh. ist die Geschichte der Mittelwolgaregion mit der Erschließung der von der Wolga östlich gelegenen Territorien durch die Russen verbunden. Von nun an entstehen erste russische Siedlungen auf dem Territorium des künftigen Simbirsker Gouvernements. 1780 wurde laut einer administrativen Reform die Simbirsker Statthalterschaft und 1796 das Simbirsker Gouvernement gegründet.

In der zweiten Hälfte des XVII. Jh. entwickelt sich im Gebiet der große Gutslandbesitz, der die Region in den XVIII-XIX Jh. zu einem der Zentren der adeligen Kultur etablierte. Grundlage der vorrevolutionären Wirtschaft bildeten Ackerbau und seine Erzeugnisse, Tuch-, Mühlen-, Branntweinproduktion sowie Jahrmarktshandel.

Simbirsk ist Geburtsstätte und Tätigkeitsort vieler prominenten Menschen, die die russische Geschichte bereichert haben, solche wie N.M.Karamsin, I.I.Dmitrijew, D.W.Dawydow, D.P.Osnobischin, P.W.Annenkow, I.A.Gontscharow, A.I.Voijekow, W.I.Uljanow-Lenin, A.F.Kerenski, A.A.Plastow, Familien Turgenew, Iwaschev, Jasykow, Minajew und andere.

Im Jahre 1924 wurde die Stadt Simbirsk in Uljanowsk und das Simbirsker Gouvernement in das Uljanowsker umbenannt.

In den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges wurden in das Gebiet 15 größte Industriebetriebe aus Moskau, Belorussland, der Ukraine evakuiert: das elektromechanische Werk aus Charkov heißt heute „Kontaktor", die Trikotagefabrik aus Witebsk ist derzeit die GmbH Produktionsvereinigung „Firma Russ" usw. Von großer Bedeutung für die industrielle Entwicklung des Gebiets war der Beschluß der Regierung über den Bau eines Fahrzeugbetriebes in Uljanowsk  auf der Basis des aus Moskau evakuierten Stalin-Autowerkes. Somit legten die in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges evakuierten Industriebetriebe im Gebiet Grundstein zum künftigen Groß- und Mittelmaschinenbau.

Am 19.Januar 1943 wurde auf Erlaß des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR das Uljanowsker Gebiet gegründet.

In den 1950-1960-er Jahren wurden in der Region solche Industriebetriebe gegründet wie das Werk für schweren und einmaligen Werkzeugmaschinenbau, ein Forschungsinstitut für Kernreaktoren in der Stadt Dimitrowgrad, wissenschafliche Produktionsvereinigung NPO „Mars", mechanisches Werk, das Werk „Kometa", das „Uljanowsker Konstruktionsbüro für Maschinenbau", eine Zementfabrik in Nowouljanowsk, wurde der Autoverkehr über die Wolgabrücke eröffnet, der Flughafen in Uljanowsk in Betrieb genommen.

In den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges wurden in das Gebiet 15 größte Industriebetriebe aus Moskau, Belorussland, der Ukraine evakuiert: das elektromechanische Werk aus Charkov heißt heute „Kontaktor", die Trikotagefabrik aus Witebsk ist derzeit die GmbH Produktionsvereinigung „Firma Russ" usw. Von großer Bedeutung für die industrielle Entwicklung des Gebiets war der Beschluß der Regierung über den Bau eines Autowerkes in Uljanowsk  auf der Basis des aus Moskau evakuierten Stalin-Autowerkes. Somit legten die in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges evakuierten Industriebetriebe im Gebiet Grundstein zum künftigen Groß- und Mittelmaschinenbau.

Am 19. Januar 1943 wurde auf Erlaß des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR das Uljanowsker Gebiet gegründet.

In den 1950-1960-er Jahren wurden in der Region solche Industriebetriebe gegründet wie das Werk für schweren und einmaligen Werkzeugmaschinenbau, ein Forschungsinstitut für Kernreaktoren in der Stadt Dimitrowgrad, wissenschafliche Produktionsvereinigung NPO „Mars", mechanisches Werk, das Werk „Kometa", das „Uljanowsker Konstruktionsbüro für Maschinenbau", eine Zementfabrik in Nowouljanowsk, wurde der Autoverkehr über die Wolgabrücke eröffnet, der Flughafen in Uljanowsk in Betrieb genommen.

Am 20. April 1966 wurde das Gebiet Uljanowsk auf Erlaß des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR für Errungenschaften in der Entwicklung der Volkswirtschaft mit einem Leninorden ausgezeichnet.

In den 1970-1980-er Jahren beginnen im Gebiet neue Betriebe zu funktionieren: das Aggregatenwerk zu Dimitrowgrad, Flugzeugbaukomplex (heute Jointventure „Aviastar-SP" und Flughafen „Wostochny", Süßwarenfabrik „Wolshanka".

Geographische Lage

Das Gebiet Uljanowsk  liegt im Zentrum der Mittelwolgaregion zu beiden Seiten der Wolga im zentralen Teil des europäischen Rußland. Die geographische Lage begünstigt das Gebiet zu einem attraktiven Zentrum für Logistik- und Transportpläne auf den föderalen und internationalen Ebenen. Im Westen grenzt es an das Gebiet Pensa und die Republik Mordowien, im Norden an Tschuwaschien und an Tatarstan, im Osten an das Gebiet Samara und im Süden an das Saratower Gebiet. Die Entfernung zwischen Uljanowsk und Moskau beträgt 875 km. Das Gebiet Uljanowsk dehnt sich vom Norden nach Süden auf 250 km und vom Westen nach Osten auf 280 km aus. Die Fläche des Gebiets beläuft sich auf 37,2 Tausend km², was 0,22% der Gesamtfläche der RF entspricht und mit den Territorien Belgiens, der Niederlande bzw. Albaniens vergleichbar ist. Die Länge der Wolga beträgt auf dem Territorium des Gebiets über 200 km.

Das Territorium des Gebiets weist hauptsächlich ein flaches Bodenrelief auf. Das Wolgatal gliedert das Gebiet in zwei Teile - das westliche gehobene rechte Ufer Predwolshje (Vorderwolgaraum) und das östliche niedere linke Ufer Sawolshje (Hinterwolgaraum). Das Territorium des rechten Ufers ist von der Wolga-Anhöhe belegt, die den stufenförmigen, in Schichten gelagerten Reliefbau aufweist. Das niedere Linksufer ist das Wolgatal, auf dessen Territorium vier alluviale (geschwemmte) Terrassen befindlich sind.

Die wichtigsten Flüsse sind Wolga, Swijaga, Sura, Tscheremschan. Im Gebiet Uljanowsk verwandelte sich die Wolga dank dem am Wolga-Wasserkraftwerk gebauten Staudamm zum Kujbyschewer Stausee. Alle Flüsse des Uljanowsker Gebiets sind in das geschlossene Wasserbecken des Kaspisees eingegangen.

Das Klima des Gebiets ist gemäßigt kontinental. Die Durchschnittstemperaturen im Januar liegen bei 14-12,5 Grad minus. Die durchschnittlichen Julitemperaturen liegen bei 18-20 Grad plus. Die monatsdurchschnittlichen Niederschläge schwanken bei 350-400 mm. Die Vegetationszeit dauert von 173 bis 185 Tagen.

Unter den Böden unterscheidet man Schwarzerde (25,6%) und graue Waldböden (44,5%). Pflanzenwelt: Wälder nehmen 28% des Gebietsterritoriums ein (grundsätzlich Kiefern- und Breitlaubwälder), zu treffen sind unter anderem kleinere Abschnitte von Wiesen - und Feldgrassteppen, Auen, Wasserscheidensümpfen.

Bevölkerung

Die Bevölkerungszahl des Gebiets betrug nach der Allrussischen Volkszählung 1.1.2003 1382,3 Tausend Menschen (0,95% der Gesamtbevölkerung der RF), die über 100 Nationalitäten vertreten. Die Bevölkerungsdichte erreicht 38,6 Personen pro Quadratkilometer. Die Gebietshauptstadt ist Uljanowsk (655,3 Tausend Menschen, Stand 2002). Weitere größere Städte sind Dimitrowgrad (130,7 Tausend Menschen), Insa (22 Tausend Menschen), Barysch (18,9 Tausend Menschen). Die städtische Bevölkerung macht 73,2% aus. Das Gebiet umfasst 21 Landkreise, 6 Städte (darunter 3 mit Gebietsstatus), 33 Städtesiedlungen, 322 Land- und Siedlungsverwaltungen (Stand 2002).

Nationale Zusammensetzung: Russen (72,8%), Tataren (11,4%), Tschuwaschen (8,3%), Mordwinen (4,4%), Ukrainer (1,3%) und andere (Stand 1989).

Das Gebiet Uljanowsk ist dem Föderalbezirk Wolga angehörig. Das System der Organe der Staatsmacht wird durch den Statut des Gebiets Uljanowsk bestimmt. Die Staatsmacht wird von der Gesetzgebenden Versammlung des Gebiets, der Regierung des Gebiets, weiteren Organen der Staatsmacht ausgeübt, die gemäß dem Gebietsstatut gebildet werden.

Naturreichtümer

Das Gebiet ist reich an Mineral - und Rohstoffressourcen. Die wichtigsten Naturressourcen sind Erdöl, Glas-, Zement-, Silizium- und Karbonatrohmaterial sowie Rohstoff für harte Keramik, Minaralwasser.

Erschlossen sind 48 Erdöllagerstätten mit Anfangsabbauvorräten von 42,8 Mio Tonnen. 29 Lagerstätten sind in der Ausarbeitung befindlich. 9 Lagerstätten werden zur industriellen Ausbeutung vorbereitet. Die Gesamtzahl von Erdbohrungen beträgt 244 Bohrlöcher, unter denen 186 ausgebeutet werden. Jährlich werden über 500 Tausend Tonnen Erdöl gewonnen, Gaskondensat inbegriffen. Mit Erdölgewinnung und Schürfarbeiten befassen sich im Gebiet 4 Erdreichtümernutzer - AG „OAO  Uljanowskneftj", AG Jointventure „SAO SP Nafta-Uljanowsk", AG „NTK PMNTK Nefteotdatscha", AG „OAO Nefterasvedka".

Ermittelt und festgestellt sind 493 Lagestätten mit gesamten Torfvorräten von 33,2 Mio Tonnen.

Das Gebiet verfügt über bedeutende Vorräte an Mineralrohstoffen für Baumaterialienproduktion. Die Taschlinskoje und Lukjanowskoje Lagerstätten von Quarzsänden sind die in Rußland größten Rohstoffbasen für Glas- als auch für Formrohstoffe.

Vorräte an Karbonatgut (Kreide), Ton und hydrailischen Zuschlägen (kieselerdehaltiges Gestein, Diatomiten) sind für Zementproduktion im Gebiet praktisch unbegrenzt. Ermittelt sind 6 Lagerstätten von Kreide mit gesamten Vorräten 360 Mio Tonnen, zwei Tonlagerstätten von 56,9 Mio Tonnen, 3 Lagerstätten von Kieselerde und Diatomiten mit 6,2 Mio Tonnen.

Nach den Vorräten an siliziumhaltigem Rohmaterial (Diatomiten) nimmt das Gebiet Uljanowsk eine der führenden Stellen in Rußland ein. Die ermittelten Industrievorräte an siliziumhaltigen Rohstoffen  werden auf 55 Mio Kubikmeter geschätzt.

Ermittelt sind 30 Lagerstätten von Ziegelrohstoffen, 13 von denen  von Ziegeleien abgebaut werden.

Vorräte an Mineralwasser (vor allem im Dorf Undory) ermöglichen die Produktion von 12450 Kubikmetern pro Tag. Im Dorf Undory, Uljanowsker Kreisverwaltung, liegt ein großes Sanatorium- und Kurortkomplex von rußlandweiter Bedeutung. Zum lokal anerkannten Sanatorium- und Kurortbereich zählen im Gebiet der Weiße See (Nikolajewski Verwaltungskreis) und der Weiße Jar (Verwaltungskreis Tscherdakly).

Energieversorgung des Gebiets Uljanowsk erfolgt durch die AG „OAO Uljanowskenergo". Die vorhandenen Kapazitäten der gesamten  Kraftwerke (mit Blockstationen) weisen 883 Megawatt (Stand 2002) auf. Die Kapazität der Blockkraftwerke erreicht 21 Megawatt.

Das Energiesystem des Gebiets Uljanowsk ist unzureichend. Die eigentlichen Erzeugungsquellen decken nur etwa 30% des Strombedarfs des Gebiets ab. Gegen 70%  des Energiebedars werden durch ihren Erwerb beim FOREM (Föderaler  Elektroenergie- Großhandelmarkt) und aus nachbarschaftlichen Energiesystemen geschöpft.

Wirtschaft

Nach Ergebnissen des Jahres 2008 betrugen Indexziffern in Bearbeitungsproduktion 101,4%, worauf  Index der Industrieproduktion von 100,2%  im ganzen Gebiet positive Dynamik beibehielt. In Januar-Dezember 2008 stieg das Wohnungsbautempo im Gebiet vollständig. In Betrieb wurden 506,7 Tausend m² Wohnfläche genommen,  was analoge Kennziffern im vorigen Jahr um 77,3 Tausend Quadratmeter übersteigt und 118% gegenüber vergangenem Jahr ausmacht.

Das landwiertschaftliche Produktionsvolumen in allen Wirtschaftskategorien betrug 23,2 Mlrd Rubel in laufenden Preisen. Index der landwirtschaftlichen Produktion lag bei 113,9% gegen 100,6% im Jahr 2007. Hoher Index der Landwirtschaftsproduktion wurde auf Kosten des Getreideanbaus erzielt.

Registrierte Arbeitslosenquote betrug am 1.1.2009 1,61% (in Rußland 2,0%, im Föderalen Verwaltungsbezirk Wolga 1,3%).

Das durchnittliche Monatsgehalt betrug in Januar-November 10459,7 Rubel und stieg gegenüber dem vergangenen Jahr auf 28,7%.

In der ersten Hälfte 2009 stiegen Investitionen ins Grundkapital weiter- 1138%. Produktionsindex in der Landwirtschaft betrug 101,3%. Der Fertigbau von Wohnhäusern überstieg den Stand im vorigen Jahr um 6,7% (auf Kosten des Eigenheimbaus auf 40,3%). Verbraucherpreisindex (gegen Dezember 2008) betrug 105,9%,was um 1,5% niedriger ist als in der RF (nach diesen Kennziffern befindet sich das Uljanowsker Gebiet an zweiter Stelle unter Regionen des Föderalen Wolga-Bezirkes).

Der wichtigste Industriezweig im Gebiet Uljanowsk ist Maschinenbau. Auf seinen Anteil entfallen über 43,2% des gesamten Produktionsvolumens. Im gesamten Umfang der Industrieproduktion nimmt das Gebiet Uljanowsk nach der Maschinenbauquote unter Subjekten der RF den zweiten Platz ein. Die wichtigsten Richtungen im Maschinenbau sind Flugzeugbau, Automobilbau, Werkzeugbau, schwerer Kraftmaschinen - und Fahrzeugbau, elektrotechnische Industrie, Maschinenbau fü Leicht- und Nahrungsmittelindustrie. Das Gebiet Uljanowsk nimmt in Rußland in der Produktion von Zivilflugzeugen den ersten Platz und in der Fahrzeugherstellung den fünften Platz ein.

Der in Rußland größte Flugzeugbaubetrieb AG „SAO Aviestar-SP" stellt Passagierflugzeuge TU-204 in verschiedenen Modifikationen und die weltweit größten Frachtflugzeuge An-124-100 „Ruslan" her. 2006 trat die AG „SAO Aviastar-SP" der AG „OAO Vereinigte Flugzeugbaugesellschaft" mit dem Status der zentralen Montagebühne bei. Derzeit erfolgt im Betrieb Produktionsvorbereitung des Flugzeugs Il-476, das große Perspektiven im Ausbau des  russischen Transportflugwesens aufweist.

Als größter Hersteller von Geländewagen im osteuropäischen Raum gilt AG „OAO Uljanowski avtomobilni savod" (UAZ). Werkzeugmaschinen, die im Uljanowsker Betrieb „OOO Simbirsker Werkzeugmaschinenbauwerk" (USTS) gefertigt werden, werden in Betrieben der USA, Deutschlands, Japans, Chinas und vieler anderen Länder der Welt betrieben. AG „OAO Uljanowskij mechanisches Werk" stellt die weltbekannten Luftschutzsysteme „Schilka", „Tunguska-M", „Quadrat" und „Buk-M1" her. Die AG „OAO Uljanowskij Motorenwerk" ist einer der führenden Produzenten von Kraftwagenmotoren.

Weitere größere Betriebe dieser Branche sind: AG „OAO Dimitrowgrader Autoaggregatenwerk", AG „OAO Uljanowskij mechanisches Werk Nr.2, AG „OAO Avtodetalservice", AG „OAO Dimitrowgradchimmasch", AG „OAO Hydroapparat", AG „OAO Kriuschinskij Savod Schiffbau und Dock".

Seit 2005 tritt das Unterstützungssystem von Investoren in Aktion, dem das Gesetz des Gebiets Uljanowsk „Über Ausbau der Investitionstätigkeit auf dem Territorium des Uljanowsker Gebiets" zugrunde liegt. Die Hauptbestimmungen des Gesetzes verbürgen den Investoren Besitzsteuerbefreiung für 5 Jahre, Zinsgrundbefreiung bei der Realisierung der Investitionsprojekte, die rußlandweit niedrigsten Raten für Erwerb von Grundstücken unter Privatisierungsunternehmen. Für Investitionsprojekte von besonderer Bedeutung werden Zuständige von der Regierung des Gebiets Uljanowsk berufen.

Transport

Das Gebiet Uljanowsk zählt zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Durch die Region verlaufen wichtige Fluglinien, Eisenbahnlinien und Autostraßen in alle Richtungen Rußlands.

Durch das Gebiet verlaufen internationale Fluglinien, die den Wolgaraum mit Europa, Zentralasien, Nahem Osten und China verbinden. Uljanowsk ist die einzige Stadt im Föderalen Wolgabezirk, auf deren Territorium 2 Flughäfen von Kathegorie „A" befindlich sind: Uljanowsk-Zentralni und der internationale Flughafen „Uljanowsk-Vostochny", die mit modernen radioelektronischen Navigationshilfen ausgerüstet sind, die den Empfang von Luftfahrzeugen aller Art ohne Fahrverbot für Flugzeuge über eine bestimmte ermüglichen, darunter An-124 „Ruslan" und „Boeing-747". Dazu verfügt der Flufhafen „Uljanowsk-Vostochny" über einmalige Start- und Landebahn mit der Länge von 5100 m und der Breite von 105 m, die für Raumfähren geeignet ist.

Zu den größten Fluggesellschaften, die Passagiere und Güter im Gebiet Uljanowsk befördern, gehören AG „SAO Fluggesellschaft „Wolga-Dnepr" und Fluggesellschaft „Poljet".

Gesamtlänge der föderalen und regionalen Autostraßen beträgt 4904,5 km, unter denen föderale Autostraßen insgesamt 431,7 km und regionale 4472,8 km lang sind. Die Gesamtlänge der Autostraßen mit Asphaltdecke erreicht 4416,3 km.

Der Bau des  in der Russischen Föderation größten Brückenübergangs über die Wolga in Uljanowsk ist zu über 90% abgeschlossen. Sein Abschluß soll im Oktober 2009 erfolgen. Der neue Brückenübergang wird zu einem Bestandteil des Projekts „Wolshskij Transit" und zu einer Ergänzung der Streckenführung, die den europäischen Teil Rußlands mit dem Ural, Sibirien und dem Fernen Osten verbindet und  zur Entlastung der gegenwärtigen föderalen Straßen beitragen wird.

Den Schienenverkehr betreibt auf dem Territorium der Region die Uljanowsker Abteilung der Kujbyschewer Eisenbahn, der Filiale von AG „OAO RSD".

Der Binnenhafen liegt in Uljanowsk zu beiden Seiten der Wolga, dabei gibt es am rechten Wolgaufer den an Wolga einzigen Kran mit der Hebekraft von 100 Tonnen.Die Tätigkeit übt im Binnenhafen die AG „OAO Uljanowskij Rechnoj Port" aus, die über Lizenz für Passagier- und Güterbeförderung im Binnenwasserverkehr sowie für Velade- und Entladetätigkeit verfügt.

Das entwickelte Transportnetz sowie die Veräußerung von solchen großen Projekten wie der neue Brückenübergang und der mit ihm verbundene „Wolshskij Transit" machen die Region attraktiv für den aktiveren Business im Logistikbereich. Noch anziehender für ausländische Logistikgesellschaften ist die entstehende wirtschaftliche Ausnahmehafenzone, die Präferenzsteuern- und Zollregime aufweist. Auf ihrem Gelände werden Lagerkomplexe, Montage- und Flugzeugreparaturen untergebracht.

Tourismus

Fremdenindustrie verfügt im Gebiet Uljanowsk über einmalige touristische Ressourcen. Die Geschichte des Gebiets Uljanowsk weist 2 Tendenzen iin der Entwicklung des Tourismus auf: Gesundheits- und kulturgeschichtlichen Tourismus.

Gesundheitstorismus

Seine Grundlage bilden 20 Sanatoriums - und Kurortorganisationen, 4 Erholungsheime, 27 Erholungseinrichtungen. Rußlandweit bekannt ist das W.I.Lenin-Sanatorium (Kurort mit Minaralwasserquelle „Wolshanka", Undory), Sanatorien „Dubki", „Weißer Jar", „Pravobereshnij" (Weißer See), „Itil", das Radonbehandlungsferienheim „Radon". Wichtig ist zu betonen, dass Sanatorien „Itil" und „Radon" im umweltfreundlichen Bereich der Stadt liegen, das nicht nur moderne Heilungsprogramme verwirklichen, sondern auch in das Kulturleben der Stadt vertiefen, die Stadtinfrastruktur und Vergnügungsindustrie benutzen lässt.

Kulturhistorischer Tourismus

Das einzige in der Welt  Museum der sozialistischen Epoche befindet sich im Gebäude des Leninmemorialzentrums, das in der Stadt zu Ehren des 100-jährigen Geburtstages von W.I.Lenin gebaut wurde. Im Zentrum der Stadt Uljanowsk entwickelt sich auf dem Gelände von fast 170 Hektar das einzigartige kulturhistorische Gehege-Museum „Heimatstätte von W.I.Lenin". Im Gehege-Museum funktionieren 12 interaktive Museen, die in erhaltengebliebenen und restaurierten Einfamilienhäusern von  Adeligen und Kaufleuten untergebracht sind, die einst in der Stadt Simbirsk gewohnt haben. Diese Museen geben den Anblick und die Atmosphäre in Simbirsk Ende des 19-ten Jh. wieder. Einige Gebäude auf dem Gelände des Gehege-Museums, die nach Entwürfen der hervorragenden russischen Architekten der Moderne A.Schode, F.Livtschak, F.Wolsow errichtet worden sind, lassen die Stadt mit Recht als ein architektonisches Freilichtmuseum gelten.

Für Literaturfreunde wurde die Gelegenheit geschaffen, den großen russischen Schriftsteller I.A.Gontscharow, seinen unsterblichen Helden Oblomow kennenzulernen, die berühmte Gontscharow-Gartenlaube zu besuchen, wo der Roman die „Schlucht" geschrieben wurde. Das Museum „Öffentliche Karamsin-Bibliothek" lässt seine Besucher Büchersammlungen kennenzulernen, einige Exemplare von denen auf das XV. Jahrhundert zurückgehen.

Sporttourismus

Im Uljanowsker Gebiet werden jährlich Regatta „Wolga-Pokal", traditionelles Autorennen in Geländewagen „UAZ" im Dorf Arskoje. Im Sportkomplex „Park Simbirskij" finden Karting-Wettkämpfe statt. Autostrecken und Einrichtungen für Wettkämpfe im Auto- und Motorsport entsprechen den modernen internationalen Anforderungen und zählen zu 10 besten in Europa.Im Zentrum der Stadt wird derzeit der Sportkomplex „Leninberge" gebaut, der alpine Trassen, Tübbingstrecken, Paintballplätze, Cafes, Kinderplätze und Picknickplätze erfassen wird.

Den Ökotourismus im Gebiet ermöglichen mannigfaltige Natur des Mittelwolgaraums und ausgebliebene Giftbetriebe. Naturfreunde kennen Sengilei-Berge, Skripinskije Kutschury, den Weißen See, Turgenew-Inseln, Julowski-Teich, Nikolskoje-am-Tscheremschan sehr gut.

Industrie der Gastlichkeit des Gebiets ist durch 37 Hotels vertreten, 19 von ihnen befinden sich in Uljanowsk. Der gesamte Hotelzimmerbestand beläuft sich auf 2158 im Gebiet und auf 1679 in Uljanowsk. Die jahresdurchschnittliche Beschaffungsrate bertägt 38% (Stand 2007). Die größten Hotels sind „Wenez" (3 Sterne), „Oktjabrskaja", „Wolga", „Aviazionnaja", „Lesnaja Byl".

Wissenschaft

Wisseschaftliches Forschungsinstitut für Kernreaktoren  (Dimitrowgrad), Uljanowsker Abteilung des RAW-Instituts für Radioelektronik.