In Uljanowsk wurde das Zentrum für japanische Kultur geöffnet

Am 27.Mai wurde das Zentrum für japanische Kultur auf der Basis der regionalen Hauptbibliothek des Buchpalastes geöffnet. Die Eröffnung fand im Rahmen des Zweiten Weltforums „Japanischer Frühling an der Wolga“ statt.

 

An der feierlichen Zeremonie nahmen die Mitglieder der Delegation Japans in Russland und der japanischen Provinz Fukuoka, die Vertreter der Parlamente Japans und Russlands, Mitglieder der Gesellschaft für Russisch-japanische Freundschaft, der Gouverneur des Gebietes Uljanowsk Sergej Morosow, der Staatsminister Japans Masaji Matsuyama, der Minister der Botschaft Japans in Russland Tokuro Furuya, der Vorsitzende des Komitees des Föderationsrates für Haushalt und Finanzmärkte Sergej Rjabuchin, der Vorsitzende des Komitees des Föderationsrates für Außenangelegenheiten Konstantin Kosatschjow, die Helferin des Leiters der Region Jekaterina Smoroda, die Ministerin für Kunst und Kulturpolitik des Gebietes Uljanowsk Olga Mesina und der Vorsitzende der Gesetzgebenden Versammlung Anatoli Bakajew teil.

„Das Zentrum muss ein „Anziehungspunkt“ für alle sein, wer sich für die Sprache, Geschichte und Kultur des Landes der aufgehenden Sonne interessiert. Der Bücherfonds des neuen Platzes schließt die Auflagen auf Japanisch und Russisch, verschiedene Zeitschriften und Zeitungen sowie Lehrbücher für die Japanischstudierenden ein. Außerdem wird ein beliebiger Besucher mithilfe von speziellen Programmen eine virtuelle Reise vom Süden nach dem Norden des japanischen Archipels oder eine virtuelle Tour durch die Hauptmuseen des Landes machen können. Gerade im Zentrum wird geplant, verschiedene Kultur- und Geschäftstreffen, Ausstellungen und Vorlesungen abzuhalten, die dem Zusammenwirken Russlands und Japans auf verschiedensten Niveaus gewidmet sind“, so Sergej Morosow.

Während der Zeremonie der Eröffnung machten sich die Eherengäste mit der Ausstellung von Büchern aus den 19.-21. Jahrhunderten in russischer, japanischer und englischer Sprache bekannt, die in den Fonds der gebietlichen Wissenschaftsbibliothek aufbewahrt werden. Sie besichtigten auch die Exposition des japanischen Porzellans des 19.Jahrhunderts aus den Fonds des gebietlichen Kunstmuseums Uljanowsk und die Ausstellung der Arbeiten des jungen Uljanowsker Malers Pawel Klementjew „Japanische Märchen in Silhouetten“.

„Viele Werke der japanischen Literatur überraschen durch ihren Sinn und die Tiefe. Zum Beispiel, ich habe das Buch der japanischen Poesie genommen, wo einer der Hokku den Europäern gewidmet ist. Ich glaube, das ist nicht zufällig: Gerade darin liegt der Sinn der Eröffnung des Zentrums – die europäische, russische und japanische Kultur zu vereinigen, beide Traditionen zu bereichern“, betonte seinerseits der Vorsitzende des Komitees des Föderationsrates für internationale Angelegenheiten Konstantin Kosatschjow.

Der Höhepunkt der Zeremonie der Eröffnung war das symbolische Schlagen einer Taiko-Trommel und die erste Eintragung in das „Buch der Ehrengäste“ des Zentrums.

„Wir gratulieren zur Eröffnung! Japanische Seele hier, in Uljanowsk“, solch eine Notiz machte noch ein wichtiger Treffenteilnehmer, Minister der Botschaft Japans in Russland Tokuro Furuya.

Dazu wurde die Exkursion in die Abteilung für seltene Bücher und Handschriften des Bücherpalastes für die Gäste organisiert, die der Geschichte der öffentlichen Karamsin-Bibliothek gewidmet ist. Den Besuchern wurde über die Auflagen aus der persönlichen Bibliothek von Gontscharow erzählt, die im Fonds des Bücherpalastes aufbewahrt werden. Seinerseits zitierte der Staatsminister Japans Masaji Matsuyama den Ausschnitt aus dem Roman „Fregatte "Pallada"“ in japanischer Sprache.

Der Minister Japans interessierte sich sehr für einige Muster der seltenen Ausgaben, zum Beispiel, für die gigantische „Beschreibung der heiligsten Krönung des Imperators Alexander II.“, die Mitte des 19.Jahrhunderts mit einer Auflage von 200 Exemplaren herausgegeben worden war.

Einen besonderen Reiz gaben der Eröffnungszeremonie verschiedene Meisterklassen zur Herstellung von Ikebana, Kanzashi, Papierpuppen anesama und den japanischen Spielzeugen amigurumi. Eine feierliche Atmosphäre unterstützte das Kollektiv „Tanzen des siebten Himmels“, das eine Trommel-Show zeigte.

Außerdem fand ein schöpferisches Treffen mit dem Dolmetscher Dmitri Kowalenin statt, der für die russischen Leser den Namen des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami eröffnet hatte. Am 31.Mai werden sich die Uljanowsker Verehrer der japanischen Kultur und Literatur mit Jekaterina Rjabowa treffen können, der führenden Dolmetscherin der Verlage Eksmo und Asbuka-Attikus.

 

04.06.18