Das paläontologische Museum Uljanowsk hat ein neues „3D-Laboratorium hinter dem Glas“ bekommen

Die moderne Ausrüstung hat die Einrichtung dank der Realisierung des Programms „Digitale Kultur“ des nationalen Projekts „Kultur“ erhalten.

 

 

Das Wissenschaftsstudio hat einen 3D-Printer, der die Möglichkeit gibt, große Objekte zu drucken, einen riesigen Computer, der das Modellieren und die Restaurierung des 3D-Modells von Exponaten ermöglicht.

Nach den Worten der Ministerin für Kunst und Kulturpolitik des Gebietes Uljanowsk Jewgenija Sidorowa wird das „3D-Laboratorium hinter dem Glas“ den Besuchern die Möglichkeit geben, in die Atmosphäre des „Museumslebens“ zu tauchen, die Arbeit der wissenschaftlichen Mitarbeiter, die mit dem Modellieren von Urtieren und Ausdruck von Skelettkonstruktionen für die Museumsexposition verbunden sind, mit eigenen Augen zu sehen. „Die Digitaltechnologien werden zum Teil unseres Alltagslebens und erleichtern wesentlich die Tätigkeit des Menschen. Es ist auch die Kultur nicht beiseite geblieben. Die Museen weltweit schaffen die Kopien und Rekonstruktionen von Exponaten für die Formierung von Expositionen, stellen Multimedia-Exkursionen für ihre Besucher vor, arbeiten virtuelle Guides aus. All dies trägt nicht einfach zur Erweiterung von „kulturellen Angeboten“ der Einrichtungen, sondern auch zur Heranziehung des neuen Kreises von Besuchern, der interessierten jungen Generation“, betonte Jewgenija Sidorowa.

Das Projekt „3D-Laboratorium hinter dem Glas“ ist auf die Visualisierung der Benutzung von modernen Digitaltechnologien bei der Lösung von sowohl wissenschaftlichen als auch von Museumsfragen gerichtet. Das Projekt popularisiert den Beruf des Paläontologen nicht nur als Menschen, der an den Ausgrabungen teilnimmt, sondern auch als Menschen, der moderne Methoden des wissenschaftlich-technischen Progresses benutzt, es sieht auch die Formierung in der Exposition des Museums des Laboratoriums zur Rekonstruktion der Skelette und des Aussehens von prähistorischen Tieren vor.

Der Prozess wird etappenweise verwirklicht, vom Eingang des Fundes (des Knochens) ins Museum, seiner Digitalisierung, der Restauration des virtuellen Modells bis hin zum virtuellen Aussehens des Urtiers mit dem nachfolgenden Ausdruck des Skelettmodels und des Aussehens mithilfe von 3D-Printer in natürlicher Größe. Die im Laufe der Arbeit erhaltenen Modelle der Skelette und die Anschauungsmodelle von Urtieren werden an die Museumsfonds übergeben werden und formieren sowohl die ständige Exposition als auch werden für die Organisierung von den Ausstellungen benutzt, darunter für mobile.

„Eine der Aufgaben des Laboratoriums ist nicht nur die Schaffung von Modellen, die Präsentation des Museumsmitarbeiters, der sich mit der Erlernung von Materialien, der Präparation, der Schaffung von Kopien beschäftigt, sondern auch die Erhaltung des Kulturerbes, der Materialien, die eine kolossale Bedeutung haben. Ein echtes Exponat kann man in der Exposition nicht immer wegen der Besonderheiten dessen Aufbewahrung, der Erhaltung des Temperatur- und Feuchteverlaufs platzieren. Viele Exponate haben eine große Wissenschaftsbedeutung, aber der Besucher des Museums wird äußerlich darin nichts Interessantes oder Spezifisches sehen, aber nach Jahrzehnten können die Knochen trotz einer dauernhaften Arbeit zur Konservierung verloren gehen. Gerade für die Erhaltung des Erbes unserer Region, der genauen Angaben über die Morphologie der uralten Arten von Tieren existiert die Notwendigkeit in der Schaffung von Digitalkopien aller vorhandenen Skelette“, erzählte der Kandidat der biologischen Wissenschaften, Direktor des Uljanowsker paläontologischen Museums Ilja Stenschin.

Nach den Worten von Ilja Michailowitsch beschäftigen sich die Mitarbeiter des Laboratoriums mit der Schaffung des Digitalmodells von Pliosaurus, das wie geplant im neuen Gebäude des Museums wie ein zentrales Exponat platziert sein wird. Es sei erwähnt, dass die Arbeit zur Vorbereitung von Projekt- und Kostendokumentation für den Bau des neuen paläontologischen Museums in der Region geführt wird. Das zweistöckige Gebäude mit einer Fläche von 1.300 m2 wird sich im Dorf Undory neben dem Gesundheitscamp, dem Camping und den touristischen Marschrouten des Geoparks „Undorija“ befinden. Es wird geplant, sich mit den Bauarbeiten im Jahr 2021 zu beginnen.

 

29.09.20